„Step up! So überwinden wir das Problem des Bewegungsmangels in Europa“ – so heißt der neueste Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Die wichtigste Botschaft dieses Berichts lautet:
„Bewegung ist eines der wichtigsten Dinge, die Sie tun können, um Ihre körperliche und psychische Gesundheit zu verbessern. Sie hilft, eine ganze Reihe von Krankheiten und Beschwerden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs zu verhindern. Sie verbessert die psychische Gesundheit sowie das Lern- und Denkvermögen.“
Leider führen noch viel zu viele Europäer ein sitzendes Leben und bewegen sich kaum:
- Jeder dritte Erwachsene in Europa erfüllt nicht die WHO-Empfehlung von mindestens 150 Minuten Bewegung pro Woche.
- Fast die Hälfte der Europäer treibt keinen Sport und trainiert nie.
- Die COVID-Pandemie hatte zudem negative Auswirkungen: Viele Menschen geben an, sich infolge der COVID-Maßnahmen weniger zu bewegen als früher.
Der Bericht zeigt, dass Maßnahmen zur Förderung von Bewegung nicht nur das individuelle Wohlbefinden und die Gesundheit verbessern, sondern auch der Wirtschaft zugutekommen. Jeder in Bewegung investierte Euro bringt der Wirtschaft fast das Doppelte (1,70 Euro), so Hans Kluge, Direktor der WHO.
Würden wir uns in den 27 EU-Ländern alle mindestens 150 Minuten pro Woche moderat bewegen, hätte das folgende Ergebnisse:
- Die Lebenserwartung von Menschen, die sich zu wenig bewegen, würde um 7,5 Monate steigen.
- Die durchschnittliche Lebenserwartung würde um 2 Monate steigen.
- Jährlich würden mehr als 10.000 vorzeitige Todesfälle verhindert.
- Pro Kopf würden 14 Euro an medizinischen Ausgaben eingespart, insgesamt 8 Milliarden Euro pro Jahr.
- Die Gesundheitsausgaben würden insgesamt um 0,6 % sinken.
- In den nächsten dreißig Jahren würden 11,5 Millionen nicht übertragbare Krankheiten vermieden, darunter 3,5 Millionen Fälle von Depression, 3,8 Millionen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und 400.000 Krebsfälle.
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